Literanauten überall

Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, die die Bildungskarriere maßgeblich bestimmt und damit wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung. Auch in unserer digitalen Welt ist es das elementare Medium des Lernens. Lesen wirkt darüber hinaus auf das Selbstkonzept, gibt Anlass zum sozialen Austausch und generiert Anschlusskommunikation. Lesen ist der Schlüssel zur Literatur, und die dient einerseits als gesellschaftliches Gedächtnis und eröffnet andererseits neue Welten. Jugendliche, die gerne lesen, konnten all diese Erfahrungen bereits selbst machen. Aber nicht allen Jugendlichen stehen die Türen zu diesen Universen offen, z.B. weil sie nicht über ausreichende Lesefähigkeit verfügen, keinen Zugang zu Büchern haben oder aus einem Umfeld kommen, in dem Lesen keine Wertschätzung erfährt. Die Initiative „Literanauten überall“ möchte hier eine Brücke bauen: Lesebegeisterte Jugendliche entwickeln eigene Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche anzusprechen, die bislang wenig Berührungspunkte mit Literatur hatten. Die Wege, um auf Bücher neugierig zu machen und Leselust zu teilen, sind dabei so vielfältig wie die Leseclubs, die sich mit ihren Ideen an der Initiative beteiligen.


Projektdokumentation "Literanauten überall", November 2014

 
 

Lokale Bündnisse fürs Lesen
Zur Durchführung der Projekte werden Bildungsbündnisse geschlossen. Ein lokales Bildungsbündnis besteht dabei immer aus mindestens drei Kooperationspartnern. Erstens dem Arbeitskreis für Jugendliteratur als Initiator des „Literanauten“-Projekts, zweitens dem Leseclub oder einer anderen Form von Lesegruppe mit engagierten Jugendlichen und drittens mindestens einem weiteren Akteur vor Ort, mit dessen Hilfe die neue Zielgruppe erreicht werden kann, z.B. offene Jugendtreffs, internationale Kulturvereine, Ganztagsschulen, Bibliotheken, Migrationsdienste und andere Vereine. Schulen können dabei der dritte Kooperationspartner sein, die Projekte müssen allerdings außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler erfolgt freiwillig. Projekttage und Projektwochen an Schulen können nicht gefördert werden, dafür aber z.B. Ferienprogramme.


Maßnahmen
Gemeinsam führen die Bündnispartner lokale Maßnahmen durch, bei denen ein oder mehrere Jugendbücher im Mittelpunkt stehen und die Lust aufs Lesen machen. Die Spannbreite reicht vom Sachbuch über die Graphic Novel bis zum Jugendroman, vom Verlagsbesuch über eine Literarische Geocaching-Aktion bis zum Poetryslam-Festival. Im Zentrum steht die Eigenbeteiligung der Jugendlichen bei der Planung und Durchführung der Projekte. Für die Maßnahmen vor Ort bieten sich verschiedene Veranstaltungsformate an, unterschieden werden 1-tägige, 2-tägige oder 5-tägige Maßnahmen, die mit unterschiedlichen finanziellen Rahmen durch "Kultur macht stark" gefördert werden. Erste Inspirationen geben die bereits stattgefunden Projekte unter Rückblick.

Ausführliche Informationen zu den Projektanforderungen finden sich hier.

Kurzinfomation als Flyer zum Download.