27. September 2013

Sprachen der Welt

Interkultureller Abend für Respekt und Akzeptanz

Die Jugendlichen der ‚Jugendliteraturjury Spandau’ und von ‚Stark ohne Gewalt’ haben gemeinsam zu einem interkulturellen Abend eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, Jugendlichen aus verschiedenen Herkunftsländern eine öffentliche Sprache zu geben, um auf die kulturelle Vielfalt in ihrem Kiez hinzuweisen. Die Mehrsprachigkeit und Multikulturalität von ImmigrantInnen ist ein wichtiger kultureller Beitrag für die Gesellschaft.

Bei einem ersten Treffen der Jugendlichen wurden Texte diskutiert: Wer schreibt selbst? Wer wählt einen Text, ein Gedicht aus der Literatur seines/ihres Heimatlandes? Bei der Recherche kam der Lyrikbestand der Stadtbibliothek zum Einsatz. Übersetzungen mussten organisiert und besprochen werden. Die Moderatoren arbeiteten an ihren Texten, der erste Entwurf für den Programmablauf wurde aufgeschrieben.

Schließlich war es soweit: Am Veranstaltungsabend kamen ca. 60 Besucher zu der Open Air Präsentation im Hof der Stadtbibliothek. Der kreisrunde Hinterhof umgeben von einem mehrstöckigen historischen Gebäude mit vielen Fenstern, bot sich als interessanter Veranstaltungsort an. Um eine wirkungsvolle Inszenierung zu erreichen wurden Bild- und SprachkünstlerInnen und MusikerInnen einbezogen. Die Fenster in verschiedenen Stockwerken wurden zu kleinen erleuchteten Bühnen: Bei jedem Vortrag der Jugendlichen begannen Lichtinstallationen hinter der vortragenden Person zu leuchten, und so strahlten am Ende viele „Leuchtpunkte“ in den dunklen Hof. Die Texte der Jugendlichen sprachen von Toleranz, dem Recht auf Unversehrtheit und Leben, der Verurteilung von Krieg und Gewalt und dem Appell, eine Gesellschaft des Miteinander zu kreieren, damit alle Menschen darin in Frieden leben können. Zu den musikalischen Highlights gehörten Hayat und Mantando mit ihren Hits "Ausländer raus" und "Kaputte Welt", aber auch Aldo and Friends, sowie aerophone Klänge aus dem Didgeridoo.Textvortrag, Rap und Instrumentalmusik wechselten sich ab. Moderiert wurde die gesamte Veranstaltung von zwei Jugendlichen mit den Muttersprachen Deutsch und Dari.


nach oben