6. Juni bis 18. Juli 2014

Erinnern macht stark für das Heute

Von Spandau nach Auschwitz. Ausstellungsprojekt

Im April 2014 besuchten 25 Jugendliche die Lager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau. Die Fahrt wurde in dieser Form zum zweiten Mal von dem Verein "Stark ohne Gewalt e.V." durchgeführt. Erstmals waren Mitglieder der Jugendliteraturjury Spandau dabei. In Zusammenarbeit wollten sie nun, als zusätzliche Maßnahme im Rahmen des Literanauten-Projekts, eine Ausstellung organisieren, die im Anschluss an die Fahrt vom 6. Juni bis 18. Juli 2014 unter dem Titel "Erinnern macht stark für das Heute. Von Spandau nach Auschwitz" in der Stadtbibliothek Spandau gezeigt wurde.

Sehen, Hören und Lesen – in audiovisuellen Stationen und Bildern gaben die Jugendlichen ihre Eindrücke und Gedanken zu ihrem Besuch in der Gedenkstätte wieder. Ein 30-minütiger Film berichtet von ihren Erwartungen vor und ihren Eindrücken nach der Reise. Ausstellungswände zeigen Fotos der Jugendlichen. An vier Hörstationen haben die Jugendlichen Auszüge aus Büchern eingelesen von Stojka, Kor, Celan, Laskier, Spinelli, Bruha, Ross, Pressler, Brecht, Meerbaum-Eisinger, Krausnick, Mingarelli, Prinz und Weber. Ein Ausstellungsregal präsentiert Bücher zum Thema "Holocaust". Zusätzlich wurde die Ausstellung von zwei Lesungsterminen mit Anja Tuckermann (19.6.2014) und Anne C. Voorhoeve (25.6.2014) begleitet. Die Ausstellungseröffnung am 6. Juni 2014 wurde von den Jugendlichen selbst durchgeführt, ebenso Führungen für andere Jugendliche und interessierte Besucher.

Zur Vorbereitung des Projekts wurde vor der Fahrt ein zweitägiger Intensivworkshop durchgeführt, um Möglichkeiten der Ausstellungsgestaltung mit den Jugendlichen zu generieren und die Teilnehmer in die Film- und Tontechnik einzuführen. Während und nach der Fahrt waren sie mit der Verarbeitung des Materials mit der Aufnahme der Tondateien und Ausstellungsgestaltung beschäftigt und wurden hierbei von Experten unterstützt.

Als zusätzliches Angebot fand im Rahmen der Literanauten eine zweitägige Schreibwerkstatt statt, die interessierten Teilnehmern den Raum gab, ihre Eindrücke vom Besuch der Lager Auschwitz und Auschitz-Birkenau schreibend zu verarbeiten. Aus diesem Projekt entsteht eine kleine Begleitpublikation.


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