18. bis 22. August 2014

Wege in die Jugendliteratur I

Ferienzeit bedeutet für viele Jugendliche, die nicht wegfahren können, eine Leerzeit. Ideale Voraussetzung für das 5-tägige Ferienprogramm "Wege in die Jugendliteratur" der Wortwerkstatt. Vom 18. bis 22. Augsut 2014 trafen sich 12 Jugendliche unter der Leitung von Annie Vollmers, im Gepäck hatten sie einen ganzen Stapel Jugendbücher - vor allem Graphic Novels - mit denen sie sich in den kommen Tagen beschäftigen wollten.

Manche von ihnen lesen gerne, andere überhaupt nicht. Die meisten - so stellten sie in ihrer Kennenlernrunde fest - verbringen viel Zeit im Internet und in den Sozialen Netzwerken, sie schauen Filme und lesen Zeitschriften und die wenigsten können auf ihr Smartphone verzichten. In dem Ferienprogramm, in dem es schwerpunktmäßig um Bücher gehen sollte, durften die anderen Interessen der Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Von Anfang an stand daher fest, dass man das tägliche Geschehen festhalten und für den Internetblog der Wortwerkstatt dokumentieren würde. Zusätzlich zur Beschäftigung mit den Graphic Novels, wurden auch zwei Verfilmungen angeschaut, u.a. "Persepolis" von Marjane Satrapi, der viel Gesprächsstoff bot. Sie recherchierten im Internet nach Titeln, besprachen Cover, Illustrationen und Inhalte.  

Mittels einer Passantenbefragung zum Thema Jugendliteratur traten die Teilnehmer mit der Öffentlichkeit in Kontakt. Dabei wurden nicht nur Passanten in der Innenstadt befragt sondern auch gezielt Institutionen aufgesucht, bei denen sie im Vorfeld einen Termin vereinbart hatten. So besuchte die Gruppe u.a. das Büro der Jugendpflege, das Kulturamt der Stadt Limburg und die Buchhandlung Schaefer. Den Mitarbeitern stellten die Jugendlichen Fragen zu ihrem Leseverhalten und zu ihren Lieblingsbüchern in Kindheit und Jugend. Die Mitarbeiter wiederum präsentierten ihre Einrichtungen und ihren Arbeitsplatz, sodass die Jugendlichen ihren Erfahrungsraum erweitern konnten.



Als ein Fazit ihrer Umfragen stellten die Literanauten fest, "dass Handys und die sozialen Netzwerke junge Menschen, die von sich aus keinen Draht zu Büchern haben, völlig von Büchern ablenken. Früher hätten Leute vielleicht schon eher mal zu einem Buch gegriffen, doch heutzutage sind das Internet, Facebook und Co zu verlockend. Wenn also jemand nicht ganz von sich aus Bücher liebt und sie lesen will, ist es schwierig einen Zugang zu finden." Das Literanauten-Ferienprogramm "Wege in die Jugendliteratur" wies einen solchen Zugang auf. Auch die lesefernen Jugendlichen begeisterten sich für die Auseinandersetzung mit den Graphic Novels und äußerten ihr Interesse, zukünftig an anderen Veranstaltungen im Kontext der Jugendliteratur teilnehmen zu wollen.

Hier geht`s zum Blog der Wortwerwerkstatt.


nach oben