9. Mai 2015

Es war einmal ...

Märchen aus aller Welt

Am Samstag, den 09. Mai 2015 veranstaltete der Lesezeichenclub der St. Angela-Schule gemeinsam mit dem Leseclub des Jugendbüros Oberursel einen ersten Vorlesenachmittag. Zu Gast waren Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, die über die Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Verein "Flüchtlingsfamilienhilfe Oberursel" erreicht werden. Im Vorfeld hatten sich die beteiligten Organisatoren auf das Thema "Märchen aus aller Welt" geeinigt. Die Veranstaltungsreihe wurde auf fünf Samstage festgelegt, als Veranstaltungsort wählte man die Räumlichkeiten der Stadtbücherei Oberursel. Der SAS Lesezeichenclub traf eine Auswahl an reich illustrierten Märchenbüchern, Märchensammlungen und Leseförderspielen, mit der sie eine "Märchenschatztruhe" bestückten.
Warum Märchen? Lily aus dem SAS-Leseclub fasst es so zusammen: „Wir haben das gemacht, weil man sich überall auf der Welt Märchen erzählt und sie von Land zu Land unterschiedlich sind. Und trotzdem gleichen sie sich auch in gewisser Weise. Das ist toll, zu entdecken.“

 
 
Zunächst begann man den Nachmittag mit Kreisspielen, die die Jugendlichen der Leseclubs gemeinsam geplant hatten und auch selbständig durchführten. So wurde das Gruppengefühl gestärkt und erste Unsicherheiten überwunden. Kleine Namens- und Sprachspiele erleichterten den Einstieg in den Nachmittag. Nach einer Stärkungspause rückte dann die Märchenschatztruhe in den Mittelpunkt. Jedes Kind durfte sich ein Buch auswählen, das es gemeinsam mit einem Leseclubmitglied anschauen wollte. Meist kümmerte sich eine der Jugendlichen um ein bis zwei Kinder. Gemeinsam suchten sie einen ruhigen Vorleseort in der Stadtbibliothek um dann auf Märchenreise zu gehen. Dabei galt es für die Leseclubmitglieder sehr genau auszuloten, auf welchem sprachlichen Niveau sich die Kinder befanden. Unterschiedliche Sprachfähigkeiten mussten berücksichtigt werden. Mit einigen Kindern konnte man schon Texte vorlesen bzw. sich vorlesen lassen, während man bei anderen über die Bilder die Handlung entdecken musste. Die Konzentration auf Märchen erwies sich dabei als besonders günstig, da viele Märchen und märchenhafte Symbole über weite Kulturkreise bekannt sind.
Zum Abschluss des Projekts "Märchen aus aller Welt" durften sich die Kinder ein Märchenbuch als Geschenk mit nach Hause nehmen.
 
Weitere Begegnungen sollen folgen, die auf spielerische Weise Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen bieten und ganz nebenbei die Entdeckerlust für Sprache und Lesen wecken können.
 
 

 


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