Seit April 2015, jeweils freitags (Schulferien ausgenommen)

"Wilde Horde" entdeckt neue Welten

Wöchentliches Vorleseprojekt

"Bücher bauen Brücken" so lautete bereits das Motto von Jella Lepman.1946 rief sie im Rahmen des Reeducation-Programms die erste internationale Kinderbuchausstellung in München ins Leben. Bilderbücher, gespendet aus aller Welt, mit einer Fülle an Bildern und Geschichten aus allen Kulturen und in allen Sprachen, wurden zu einem Zeichen des Friedens. Auch bei den Literanauten-Projekten dienen Bücher immer wieder als Brücken zwischen den beteiligten Kindern und Jugendlichen, zwischen unterschiedlichen Gruppen und Kulturen.

Wöchentlich besuchen Mitglieder des SAS Lesezeichen-Clubs in Königstein die Nachmittagsbetreuung "Wilde Horde" der Viktoria-Schule. Hier treffen sie auf Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren aus verschiedenen Herkunftsländern. Manche von ihnen sind erst seit kurzer Zeit in Deutschland und sind noch dabei die deutsche Sprache zu erlernen. Bei den wöchentlichen Treffen wird gemeinsam gespielt, Bilderbücher angeschaut und vor allem vorgelesen. Die Jugendlichen des Leseclubs bereiten die von ihnen ausgewählten Bücher und Texte zu Hause vor. Die Regelmäßigkeit spielt bei diesem Projekt eine große Rolle. So gelingt es, dass auch zurückhaltende Kinder Vertrauen fassen und über den kontinuierlichen Kontakt zu den Mädchen ein Interesse am Zuhören entwickeln. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Möglichkeit besteht, sich in Kleinstgruppen aufzuteilen und in unterschiedliche Leseecken und Räume zurückzuziehen.

Juliane Spatz von der Lauschinsel im Hessischen Rundfunk hat ein Interview mit den Mitgliedern des SAS Lesezeichenclubs geführt: Hier geht`s zum Hörfunkbeitrag.

Quelle: Lauschinsel in hr2-kultur - Hörspiele und Geschichten für Kinder, samstags von 14.05 bis 15 Uhr, aus der Sondersendung von der Buchmesse Frankfurt am 17.10.2015 von und mit Juliane Spatz.


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