9. November bis 12. Dezember 2016

Von Träumen und Transitwegen. Ein Migrationsprojekt

mit Reinhard Kleist

"Von Träumen und Transitwegen. Ein Migrationsprojekt" umfasste fünf allgemeine Projekttage unter der Leitung von Prof. Dr. Caroline Roeder und drei Student*innen der PH Ludwigsburg, einen eintägigen Schreibworkshop mit zusätzlicher Unterstützung des Journalisten Mathias Becker und einen Wochenend-Illustrationsworkshop mit dem Künstler Reinhard Kleist. Alle Maßnahmen waren miteinander verzahnt und fanden im Zeitraum vom 9. November bis zum 12. Dezember 2016 statt. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklung und der zunehmenden Zahl an Flüchtlingen in Europa sollte ein Projekt durchgeführt werden, das Jugendlichen eine Begegnung mit Geflüchteten ermöglicht und einen Rahmen bietet, deren Lebensumstände und -geschichten kennenzulernen. Zugleich wurde beleuchtet, wie das Thema in Literatur und Kunst umgesetzt werden kann.


 
Teilnehmer*innen waren 14 Schülerinnen und Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Realschule. Viele von ihnen haben selbst Wurzeln in der Fremde, aber sie sind in Deutschland geboren und in Ludwigsburg zu Hause. Doch wie mag es Menschen gehen, die ihre Heimat verlassen mussten? Wie sind sie hierhergekommen? Was haben sie zurückgelassen? Und wovon träumen sie jetzt?
 
Im Rahmen des Programms fand eine Begegnung der Jugendlichen mit einzelnen Flüchtlingen statt. Dies wurde im Vorfeld durch die pädagogischen Leitungen und die Flüchtlingsunterkunft organisiert; die Jugendlichen wurden durch einen Workshop mit dem Experten Mathias Becker auf die Situation der Flüchtlinge und auf journalistisches Arbeiten, wie das Führen von Interviews, vorbereitet. Als 'literarische Grundlage' für das Migrationsprojekt lernten die Jugendlichen die Graphic Novel des Berliner Künstlers Reinhard Kleist "Der Traum von Olympia" (Carlsen) kennen; Kleists Werk stellt die Lebensgeschichte der somalischen Leichtathletin Samia, die bei ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommen ist, in den Mittelpunkt seiner graphischen Erzählung. Für seine künstlerische Umsetzung recherchierte er biographisches und faktenbezogenes Material.
 
Reinhard Kleist veranschaulichte seine Arbeitsweise, im Anschluss wurden die Jugendlichen selbst produktiv tätig und entwickelten ihre eigene Graphic Novel mit fünf selbstgeschriebenen Kurzgeschichten. Die Entwicklung sowie die Ergebnisse des Projekts wurden in einer öffentlichen Abschlusspräsentation am 12. Dezember 2016 vorgestellt.







 

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