20. Dezember 2013, 17.00 Uhr

Unsere Antwort auf Rassismus und Gewalt ...

Ein Gespräch mit dem Autor Daniel Höra

Daniel Höra,1965 geboren in Hannover, wuchs in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand auf. Er machte in seiner Jugend selbst Erfahrungen mit Polizei und Justiz. Nach der Schule arbeitete er am Fließband, war Möbelträger, Altenpfleger und Taxifahrer. Er holte das Abitur nach und versuchte sich erfolglos als Student. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er als TV-Redakteur in Berlin. Als Autor wurde er bekannt mit seinem Jugendbuch Gedisst (2009). Die Spandauer Jugendjury zeichnete Daniel Höra 2013 für seinen Roman Braune Erde mit dem Spandauer Jugendliteraturpreis aus. In dem Buch beschreibt der Berliner Autor, wie in einem mecklenburgischen Dorf ein Jugendlicher in Kontakt mit einer rechtsextremistischen Familie gerät - und zunächst von dieser fasziniert ist. Als er aber erkennt, worauf er sich eingelassen hat, wird der Ausstieg für ihn lebensgefährlich.

Die Mitglieder der Spandauer Jugendliteraturjury ebenso wie die Jugendlichen von "Stark ohne Gewalt" finden individuelle Anknüpfungspunkte an Daniel Höras Jugendroman "Braune Erde". Am Freitagabend, den 20. Dezember um 17 Uhr, trafen sich die Mitglieder des bereits seit September bestehenden Literanauten-Bündnisses im Nachbarschaftscafé Paule in Berlin. Unter ihnen der Autor Daniel Höra, der aus seinem Buch vorlas, Fragen beantwortete und mit den Jugendlichen ins Gespräch kam. Außer ihm war ein weiterer Gast eingeladen - ein Betroffener, der bereits eigene Erfahrungen mit rechtsextremen Übergriffen gemacht hatte. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen des Miteinanders, schlugen Brücken zwischen der Literatur und ihren eigenen Lebenserfahrungen. Umraht wurde der Abend von musikalischen Beiträgen und einen selbstgekochten Abendessen aus den Küchen der Welt.


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